Lange Zeit war ich hin- und hergerissen zwischen Problemwürdigung und Lösungsorientierung. Und immer der Versuch, dem Entweder-Oder zu entkommen. Als Lehrcoach der Systemic European Business Academy (ESBA) ist mein Ansatz heute bewegungsfokussiert – weil die Geschichten, die wir über uns erzählen oder von anderen übernehmen, schnell verhärten und uns einengen.
Nur wenn es gelingt, im Umgang mit Geschichten die Dynamik hochzuhalten, können wir verhindern, dass Narrative zu dominant werden, uns blockieren und die Türen zu den Möglichkeitsräumen zustellen.

Bewegung im System sorgt dafür, dass wir nicht mehr länger den Geschichten ausgeliefert sind, sondern spielerisch und immer wieder aufs Neue in die Gestaltung gehen.
Dieses System kann der einzelne Mensch sein, aber auch das ganze Unternehmen.
Weil Unternehmen mehr sind als Zahlen, Fakten, Powerpoints und an die Wände geschriebene Visionen. Es sind die Interaktionen zwischen Menschen, in denen sich die gelebten Werte zeigen und die Geschichten, die für unser Handeln bestimmend sind.
„Manche Geschichten sind wie sinkende Schiffe. Und wir gehen mit ihnen unter, obwohl rundherum die Rettungsboote bereitstehen.“
– Rebecca Solnit

Das Außen gibt es nicht ohne das Innen. Genauso wenig wie das Oben ohne das Unten. Denken Sie daran, wenn sie etwas in ihrem Unternehmen verändern wollen. Sie haben keine Maschine vor sich, die Sie abschalten und reparieren können, sondern einen Organismus, der ständig in Bewegung ist. Momente der Stabilität sind dabei die Ausnahme. Veränderung passiert jeden Tag.
Deshalb hat Kultur und unsere Arbeit mit ihr immer etwas Dialogisches. Und deshalb ist der narrative Ansatz der Organisationsentwicklung durch und durch partizipativ. Story-Doing bedeutet, dass wir gemeinsam mit Hilfe von Geschichten in die Gestaltung gehen und neue Realitäten schaffen.
Narrative Intelligenz sorgt dafür, dass das, was im Unternehmen tatsächlich gelebt und getanzt wird, mit dem Unternehmen in den Köpfen der Führungskräfte in Schwingung ist. Und in die gleiche Richtung zeigt.
Damit – frei nach Management-Guru Peter Drucker – die Geschichten die Fakten nicht zum Frühstück verspeisen.
Der kürzeste Weg zu einer guten Geschichte ist ein Gespräch. Eine halbe Stunde, unverbindlich – erzählen Sie mir, worum es geht.