“Veränderung ist gestaltbar, wenn Menschen und ihre Geschichten gehört und ernst genommen werden.”

ALMBLITZ - the nature of change

“Veränderung ist gestaltbar, wenn Menschen und ihre Geschichten gehört und ernst genommen werden.”

ALMBLITZ - the nature of change

Nichts größer denken als es ist, aber auch nichts kleiner. Kein Hype, keine Künstlichkeiten. Und keine Oberflächenpolitur. In einer Zeit, in der nichts bleibt wie es ist, muss Veränderung neu gedacht und geerdet werden.

Unternehmenskultur als Produktivfaktor

Eine aktuelle Gallup-Umfrage von 2013 zeigt, dass 86% der Mitarbeiter in deutschen Unternehmen Dienst nach Vorschrift machen oder sich innerlich bereits ganz verabschiedet haben. Das sind erschreckende Zahlen, weil das Unproduktivste, das sich Unternehmen leisten können, demotivierte Mitarbeiter sind. Gallup rechnet mit Produktivitätseinbußen von 138 Milliarden Euro im Jahr. So schlagen weiche Faktoren in harte Fakten um.

Kulturarbeit im Unternehmen ist keine Schönwetterveranstaltung, sondern hat direkte Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg. Das belegt auch eine aktuelle Studie des dt. Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, die den Einfluss von Unternehmenskultur und Mitarbeiterengagement auf den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens erstmals mit konkreten Zahlen untermauert.

Companies are conversations

Unternehmen sind keine Maschinen, die man reparieren muss, wenn sie fehlerhaft funktionieren. Sie sind lebendige, soziale Systeme, die ihre eigenen Strukturen erzeugen und erhalten. Sie tun dies mit den Mitteln der Kommunikation. Nach innen genauso wie in der Interaktion mit ihren Umwelten. Deshalb ist jede Intervention nur so gut, wie die Kommunikation, die sie begleitet und ihr folgt. „Companies are conversations“ könnte man in Anlehnung an David Weinberger sagen, der 95 Thesen zur Netzkultur an die Tür des neuen Jahrtausends nagelte. Unternehmensidentität entsteht, wenn Menschen sich austauschen und gemeinsame Werte anerkennen. Sie kann nicht verordnet, sie kann nur gelebt werden. Und sie zeigt sich in jeder Interaktion, durch die Mitarbeiter des Unternehmens mit ihrer Umwelt in Beziehung treten.

Das neue Web mit seinen Social Media ist eine explosive Mischung aus neuen Arbeitsweisen, Einstellungen und Technologien. Wer da nicht lebt, was er sagt, dem droht die Höchststrafe: Isolation.

Arbeit darf Spaß machen

Die neue Welt des Arbeitens ist in aller Munde – auch wenn die Verhältnisse am Arbeitsplatz vielfach noch industriezeitlich anmuten. Da wird kontrolliert, verdächtigt und Druck gemacht – wider besseren Wissens. Dabei sind solche Managementansätze in wissensbasierten Ökonomien, deren Wertschöpfung auf Information, Innovation und Interaktion von Menschen basiert, längst überholt. Gefragt sind neue, horizontale Kulturtechniken der Führung, die Kontrolle abgeben, um Engagement und Eigenverantwortung zu ernten. Dass dort die Ideen warten, liegt auf der Hand.

Unser Reflexionsraum ist ein Entfaltungsraum, in dem diese neue Vielfalt nicht als Bedrohung verstanden wird, sondern als Reichtum, der die Unternehmensidentität fördert und vorantreibt.